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Einladung zum Dohlenvortrag



NABU und LBV: Dohle ist "Vogel des Jahres 2012"
Die intelligenten Singvögel brauchen einen besseren Schutz ihrer Lebensräume

Dohle (Foto: Sibylle Winkel)

Dohle (Foto: Sibylle Winkel)

Zu einer Vortragsveranstaltung über den Vogel des Jahres 2012, die Dohle, lädt der NABU Kreisverband Main-Kinzig alle Naturfreunde am Freitag, den 11. Mai nach Freigericht-Altenmittlau ein. Referent ist der Ornithologe und Mitglied des NABU-Kreisvorstandes Michael Röth.

Veranstaltungsort ist das Vereinshaus der NABU-Gruppe Altenmittlau (Tannenweg).

Der Vortrag beginnt um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kontaktdaten: Michael Röth
Telefon: 06055-82700
E-Mail: m.roeth@nabu-mkk.de
Dohle (Foto: NABU/M.Vollborn)

Dohle (Foto: NABU/M.Vollborn)

Im Internet ist die Dohle unter www.NABU.de oder www.Vogel-des-Jahres.de zu finden.

Die Farbbroschüre zum Jahresvogel 2012 (Art.-Nr. 1944) kann für 1 Euro zzgl. Versandkosten beim NABU-Natur-Shop, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover (oder www.NABU.de/infomaterial) bezogen werden.

Pressefotos zum Vogel des Jahres unter http://www.nabu.de/presse/fotos/#vogeldesjahres.

Hintergrundinformationen

Lerchenfenster in Hessen - TOP oder FLOP im Vogelschutz?



"War es die Lerche oder die Nachtigall? Diese seit "Romeo und Julia" bekannte Frage lässt sich wohl immer seltener zugunsten der Lerche beantworten. Denn dieser Vogel unserer Äcker und Felder macht sich zunehmend rar in Hessen", bedauert Biologin Sibylle Winkel von NABU-Kreisverband Main-Kinzig. Und mit der Lerche verschwinden weitere Vögel der Ackerflur, darunter die Grauammer, Wachtel, Rebhuhn und Bluthänfling. Selbst der früher allgegenwärtige Feldsperling wird immer seltener in unserer Agrarlandschaft.

Die Ursache des Rückgangs liegt in den weltweit verschärften landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Intensivierung der ackerbaulichen Nutzung nimmt ständig zu. Düngung, Herbizideinsatz, Schaffung größerer Schläge, Einsatz größerer Maschinen, häufigere Flächenbehandlung oder der Verlust von Brachflächen sind nur einige Faktoren, die hier zu Buche schlagen.
Infolge des dramatischen Rückgangs der Vogelbestände stehen mittlerweile viele Arten auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands. Durch die heute üblichen höheren Saatdichten gehen geeignete Brutplätze vor allem für die zweite Brut verloren. Feldlerchen und Grauammern können in den dichten Beständen nicht mehr landen und finden dort auch keine Nahrung. Stattdessen weichen sie auf Weg- und Feldränder aus und werden dann vielfach Opfer von Nesträubern wie Fuchs, Waschbär oder Katze, bedauert NABU-Expertin Sibylle Winkel.
Abhilfe versprechen seit kurzem sogenannte Lerchen- oder Feldvogelfenster. Lerchenfenster sind etwa 20 qm große offene Stellen in einem mit Raps oder Wintergetreide eingesäten Acker. "Erste Untersuchungen aus England, wo die Lerchenfenster gemeinsam von Naturschützern und Landwirten entwickelt wurden, deuten auf einen bis zu 50 Prozent gesteigerten Bruterfolg hin." erläutert die Biologin.

Doch sind die Erfahrungen aus England auch auf Hessen übertragbar? Sind die hessischen Lerchenfenster attraktiv genug, um dem Artenschwund in Feld und Flur auch bei uns erfolgreich zu begegnen? Oder sind Feldvogelfenster nur "Naturschutzkosmetik" ohne Wirkung?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde 2009 die Staatliche Vogelschutzwarte vom Hessischen Umweltministerium beauftragt, im Rahmen eines Pilotprojektes in der Wetterau die Wirksamkeit der Lerchenfenster wissenschaftlich zu überprüfen.

Auf Einladung des NABU Kreisverbandes Main-Kinzig und des NABU Maintal berichtet Gerd Bauschmann, Biologe und Ornithologe bei der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt über die Ergebnisse der noch druckfrischen Lerchenfenster-Studie.

Datum: Freitag, den 8. Oktober 2010
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Bürgertreff Moosburger Weg 12, Maintal-Hochstadt.

Anfahrtsbeschreibung

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Rückfragen bitte an: Sibylle Winkel, Tel.: 069-84849185 oder Dr. Matthias Kuprian, 0173-3751580

Hintergrundinformationen zum "Lerchenfenster"

Vogeltod an Glasflächen-NABU gibt Tipps zur Vermeidung von tausendfachem Anflugtod



NABU (MKK): Der Mai ist gekommen - die Vögel fliegen aus. Doch leider ist für viele Jungvögel der erste Flug oft auch der letzte, bedauert die Biologin Sibylle Winkel vom NABU Kreisverband Main-Kinzig. Besonders junge Tiere, die ihre ersten eigenen Flüge in für sie unbekanntem Terrain durchführen, holen sich tödliche Verletzungen an Glasfassaden und Fensterscheiben. Der NABU gibt Tipps, wie diese Todesflüge verhindert werden können.

Viele haben es bereits am eigenen Fenster oder an einer Glasfassade selbst erlebt. Plötzlich gibt es einen dumpfen Knall und vor der Scheibe liegt ein Vogel am Boden. Manchmal nur etwas benommen und nur leicht verletzt - oft aber mit tödlichen Kopf- oder Rumpfverletzungen.

Vogelgefährliche Bushaltestelle in der Kinzigaue in Steinau (Foto S.Winkel)

Vogelgefährliche Bushaltestelle in der Kinzigaue in Steinau (Foto S.Winkel)

So jüngst auch Franz-Josef Jobst, Vorsitzender des NABU Main-Kinzig, der an einer Bushaltestelle in Steinau an der Straße gleich drei solcher Opfer beklagen musste. Innerhalb kurzer Zeit verendeten an der gleichen Glasscheibe zwei Wacholderdrosseln und sogar ein Eisvogel. "Besonders der tote Eisvogel schmerzt", sagt Jobst, "denn die Art hat in den letzten strengen Wintern starke Bestandseinbrüche erlebt und kann eigentlich kaum weitere Verluste verkraften". Weiter

Hilfe für unsere heimischen Mehlschwalben

NABU und Grundschule Hintersteinau betätigen sich im privaten Wohnungsbau

Anbringen von NistkästenDie Stunde der Gartenvögel brachte es an den Tag: Die Anzahl der Schwalben im Main- Kinzig- Kreis liegt im Vergleich unter dem hessischen Durchschnitt. Nicht so in Hintersteinau: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hintersteinau nahmen auch an der bundesweiten Vogelzählung vom 08.05. – 10.05.2009 teil und zählten überdurchschnittlich viele Mehlschwalben. Kein Wunder, denn die Hintersteinauer Grundschule beherbergt unzählige Mehlschwalbennester unter den Dachvorsprüngen. Im Gegensatz zu vielen Privathausbesitzern werden diese von der Schulleitung nicht nur geduldet, sondern sind ausdrücklich erwünscht. Aber auch die Hintersteinauer Schwalben haben Probleme:
Heute sind fast alle Straßen und Wege zugeteert, so dass es zu wenige geeignete Schlammpfützen gibt. Dadurch fallen viele Nester kurz nach dem Bau wieder von den Wänden ab. Und hält das Nest, finden die Tiere oftmals nicht genug Nahrung für ihre Jungen, weil in den meisten Gärten Koniferen statt einheimischer Gehölze gepflanzt werden, berichtet der Vogelexperte des NABU Steinau, Horst Basermann

Auf Initiative von Hilde Weimann, Schulleiterin der Grundschule Hintersteinau, wurden jetzt Hilfsmaßnahmen für Mehlschwalben durchgeführt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des NABU Steinau, Franz-Josef Jobst wurden mehrere künstliche Schwalbennester an den Schulgebäuden angebracht. "Diese Investition in den privaten Wohnungsbau" wird im nächsten Jahr den Schwalben helfen, freut sich Franz-Josef Jobst. Da die Schwalben schon Nester an den Gebäuden haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die zusätzlichen Kunstnester von weiteren Schwalbenpaaren besetzt werden. Und Hilde Weimann ergänzt: Bei dieser Aktion gibt es nur Gewinner: Die Schwalben haben zusätzliche Behausungen und die Menschen, besonders auch die Schülerinnen und Schüler, können sich an den wendigen Fliegern erfreuen.

Der NABU Steinau möchte weitere Bürgerinnen und Bürger ermuntern, die Mehlschwalben zu schützen. Für Infos zum anbringen von Nestern, Kotschutzbrettern oder der ökologisch sinnvollen Gestaltung von Gartenanlagen steht Herr Horst Basermann unter der Rufnummer 06663/5351 gerne zur Verfügung.

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